Im Laden

 

 

Kellermann: Helmut Zorn, Du hest mehrere Koopladens in Bremen. Gifft dat ok gediegen Beleevnisse in de Ladens? Is Di daar maal wat ünnerkamen?

 

Zorn: Oh, de gifft dat egens bald all Daag. Dat Lustigste weer, dat een keem un haal sick'n Afföhrmiddel un he weer sünst Afföhrmiddel ut de Afteek wennt. Un na 'n halven Dag keem he weller, smeet us den Kraam op'n Disch: "De Dinger hebbt jo jümmer noch nich wirkt."

 

Kellermann: De harr dat 'n lütt beten ielig mit dat, wat he bi Di köfft hett.

 

Zorn: Jo, dat dach ick ok. Nich, Naturdinger bruukt eenfach 'n beten länger un daar kann man nich op töven un na de Uhr kieken, wann dat denn nu loosgahn schall.

 

Kellermann: Dann mutt he villicht doch ehrder na'n Dokter hengahn, wenn he denn so wenig Tied daarvör hett.

 

Zorn: Dat meen ick ok.

 

Kellermann: Wat verköffst Du egens in de Ladens?

 

Zorn: Ja— Mehl, Honnig, Böker, Saken, de in Glösen in sünd, Saftbuddels, Bontjes, Appeln, Bohnen, Backbeeren, Koken un Klaben un, ja, ok 'n ganzen Barg Kees.

 

Sprecher: Das ist nicht wenig, und weil es viel ist, lernen wir die Mehrzahl kennen: Buddels, Böker, Saken.

 

Schülerin: Das habe ich auch gemerkt. Aber warum Buddels mit "s", Böker mit "er" und Saken mit "n"?

 

Sprecher: Die Mehrzahl wird nicht immer gleich gebildet. Die Formen finden Sie wieder in der Liste.

 

Schülerin: Aber er sagte nicht "Honnigs" oder "Honnigen".

 

Sprecher: Das ist ein Wort, das im Hochdeutschen auch keine Mehrzahl hat. Ein Honig, aber nicht: viele Honige. Das ist zum Beispiel auch so beim "Mehl". Will man verschiedene Sorten Mehl haben, sagt man eben auch "Sorten".

 

Kellermann: Woveel Sorten Kees hest Du denn?

 

Zorn: Moment, daar mutt ik erstmol nadenken: Dat sünd een, twee, dree, veer, fief, söß, söben, acht, neegen, teihn, ölben, twölf, dörteihn, naja, sowat üm un bi veerteihn Sorten sünd dat woll.

 

Schülerin: Auja, ich versuche es mal: een, twee, dree, veer

 

Sprecher: fief, söß, söben, acht

 

Schülerin: Wiederholung

 

Sprecher: negen, teihn, ölben, twölf

 

Schülerin: Wiederholung

 

Sprecher: dörteihn, veerteihn

 

Schülerin: Wiederholung – ach, und dann geht es regelmäßig weiter: fiefteihn….

 

Sprecher: leider nicht, hier heißt es föfteihn, aber von da an.

 

Schülerin: föfteihn, sößteihn, söbenteihn…. bei so vielen Käsesorten verliere ich den Überblick.

 

Sprecher: Dann hören wir eben weiter zu.

 

Kellermann: Magst Du de ok all geern eeten?

 

Zorn: Ja, de smeckt all richtig goot.

 

Kellermann: Worüm koopt de Lüüd disse Saken nu bi Di un nich in anner Ladens?

 

Zorn: De Saken ut'n Reformhuus sünd gesünner, sünd beter, sünd frischer, sünd leckerer, wiel se natürlicher sünd.

 

Sprecher: Ganz der Kaufmann. Nicht nur Zahlen, Zahlen, sondern es wird selbstverständlich auch angepriesen: gesünner, beter, frischer, leckerer, natürlicher.

 

Schülerin: Wiederholung. Ach ja, das ist die Steigerung. Und wie funktioniert die?

 

Sprecher: Wie im Hochdeutschen auch wird ein "-er" angehängt: frisch — frischer, lecker — leckerer, natürlich — natürlicher, gesund — gesünner, aber eben auch : gut — besser, goot — beter.

 

Schülerin: Geht slecht — slechter auch ?

 

Sprecher: Im Plattdeutschen ja, bei einem Kaufmann nie!

 

Kellermann: Wat meenst mit natürlicher?

 

Zorn: Daar is keen Farv in, daar sünd keene Konservierungsstoffe in, daar is nich jichtenswat weller ruttrocken, so as bi't Mehl to'n Bispill, daar is de Keim noch drin, dor is de Klee noch in. Daar is all dat inbleven, wat de leve Gott daar ok rindaan hett.

 

Kellermann: Kannst Du daar jümmer achterkamen, of dat ok würklich so is?

 

Zorn: De Firmen, de us belevern doot, mööt ganz regelmäßig ehre Produkten bi use Genossenschaft kuntrolleern laten. Daarto kümmt, dat ick vörher mal Gärtner (Garner) lehrt heff un bi all dat, wat so an Grööntügs kümmt, ick natürlich mit'n paar Fragen se gau ok op dat Flach bringen kann, of se ehrlich sünd oder nich.

 

Kellermann: Wo faken must Du daar nakieken?

 

Zorn: Bi de Buern, wenn man daar so een-, tweemal in't Johr sick ünnerholen kann, denn langt dat vull ut.

 

Schülerin: Mir langt das Pensum auch für heute, gesünner, beter, een, twee, dree.

 

©radiobremen

 

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